Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte

Förderung der exekutiven Funktionen (Lehrerfortbildung)

Förderung der exekutiven Funktionen durch gezielte Übungen und Spiele

In vielen Situationen des täglichen Lebens entscheiden die exekutiven Funktionen darüber, ob ein Kind erfolgreich ist oder nicht.

  • Räumt es sein Zimmer auf oder bleibt es beim Sortieren seiner Comic-Sammlung hängen?
  • Gelingt die Umsetzung der geplanten Aufgabeneinteilung oder vergisst es wichtige Schritte?
  • Kann es der Geschichte des Sitznachbarn widerstehen und stattdessen dem Lehrer zuhören?
  • Isst es ein drittes Stück vom Lieblingskuchen, obwohl es eigentlich schon Bauchschmerzen hat?
  • Kann es beim Streit seine Emotionen zügeln oder geht es gleich mit Fäusten los?

Für all diese Herausforderungen benötigt ein Kind seine exekutiven Funktionen (geistige Fähigkeiten, die der Selbstregulation zugrunde liegen: Arbeitsgedächtnis, Inhibition, kognitive Flexibilität). Sie helfen ihm, bei der Sache zu bleiben, sich nicht immer ablenken zu lassen, sich auch mal zu bremsen und die eigenen Gefühle zu regulieren. Das Kind hat sein Denken und Verhalten „im Griff “. Damit stellen gut ausgebildete exekutive Funktionen Fähigkeiten dar, die maßgeblich für den Erfolg in der Schule, im Beruf und im gesamten Leben sind.

Unzureichend entwickelte exekutive Funktionen können zu hohen Belastungen sowohl für die Person selbst als auch für ihr soziales Umfeld führen. Kinder, die ihr Verhalten und ihre Emotionen schwer regulieren können, stoßen in ihrem Umfeld häufig auf Antipathie und Ablehnung. Wer schnell aggressiv reagiert, sich nicht zurücknehmen kann, keine Rücksicht auf andere nimmt und jedem kleinsten Impuls freien Lauf lässt, hat es schwer, von seinem sozialen Umfeld akzeptiert zu werden. Wenn Kinder und Jugendliche über eine nur schlecht ausgebildete Selbstregulation verfügen, kostet dies sie selbst, Eltern und Lehrpersonen viel Energie.


Inhalte des Workshops

Um das Verhalten von Kindern besser zu verstehen und adäquat darauf reagieren zu können, wird in diesem Workshop kurz auf wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema „Exekutive Funktionen“ eingegangen, da sie die sozial-emotionale Entwicklung stark beeinflussen und gleichzeitig die Basis für gelingendes Lernen bilden.

Da Kinder vielfältige Gelegenheiten brauchen, die exekutiven Funktionen zu trainieren, können Sie sie im Unterricht durch regelmäßige, niedrig dosierte und gezielt eingesetzte Übungen bei der Entwicklung dieser Kompetenzen unterstützen. Der Schwerpunkt des Workshops liegt daher im praktischen Kennenlernen und Ausprobieren von Bewegungsspielen, Konzentrations- und Entspannungsübungen, die Spaß machen, zu einem positiven Klassenklima beitragen und sich gleichzeitig für die Förderung der exekutiven Funktionen eignen.

Die Spiele sind für kleine und große Gruppen und mit geringem Materialeinsatz im Klassenraum, in der Pausenhalle oder auf dem Schulhof in kurzer Zeit durchführbar.

Zeitlicher Umfang des Workshops

ca. 180 Minuten (flexibel erweiterbar oder mit anderen Themen kombinierbar, z.B. Lehrergesundheit: Entspannung)

Elterngespräche professionell und kompetent führen

Basiskompetenzen der wertschätzenden Kommunikation für Elterngespräche

„Du kannst alles sagen, es kommt nur darauf an, w i e du es sagst“

Die Begleitung und Beratung von Eltern zu Entwicklungsfragen ihrer Kinder ist ein wichtiger Teil der Arbeit von pädagogischen Fachkräften. Manche Elterngespräche laufen jedoch nicht so, wie man es vorher geplant hat. Manchmal hat man das Gefühl, gegen Wände zu reden oder man scheint eher gegeneinander als miteinander zu arbeiten. Dabei hat man doch dasselbe Ziel: die positive Entwicklung der Kinder

Elterngespräche sind manchmal deshalb so schwierig, weil es u.a. um die emotionale Beteiligung beider Seiten geht, also Ihre berufliche Professionalität und die elterlichen Qualitäten. Auch kann es von beiden Seiten Erwartungen oder Wünsche geben, die nicht hinreichend genug von den Beteiligten geäußert werden.

  • Wie können Sie den Eltern einen Rat geben, ohne dass sich diese in ihrer Erziehungskompetenz nicht wertgeschätzt fühlen?
  • Was sagen Sie, wenn Sie bemerken, dass sich bei den Eltern „etwas zusammenbraut“, sich aber keiner direkt an Sie wendet?
  • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie im Gespräch das Gefühl bekommen, ein Elternteil redet „von oben herab“ mit Ihnen, so dass Sie anfangen, sich „klein“ zu fühlen?
  • Wie reagieren Sie, wenn Sie „zwischen Tür und Angel“ von Eltern angesprochen werden und gerade überhaupt keine Zeit für das Gespräch haben?

  Inhalte es Seminars:

  • Grundlagen der Kommunikation (Ich-Botschaften, Zuhören, loben, wertschätzen)
  • Aspekte zur Gestaltung von Gesprächssituationen
  • Grundlagen der Gesprächsführung
  • Eigene Haltung
  • Eigene Grenzen

Anhand von Geschichten und kleinen Übungen werden die verschiedenen Aspekte auf humorvolle, amüsante und lebhafte Weise dargestellt bzw. erarbeitet. In angenehmer Workshop-Atmosphäre erhalten Sie die Gelegenheit, ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen und sich zu reflektieren, um konstruktive, für beide Seiten zufriedenstellende und erfolgreiche Elterngespräche zu führen.


Diese Fortbildung wird i.d.R. als Inhouse-Tagesveranstaltung (8 Std.) in Doppeldozentur angeboten.

Kraft schöpfen - Energie tanken ... mehr Gelassenheit im Kita-Alltag

„Kraft schöpfen - Energie tanken … mehr Gelassenheit im Kita-Alltag“ (Tagesseminar)

Entspannung wächst nicht auf Bäumen und fällt auch niemandem so einfach in den Schoß. Für die eigene Entspannung muss so manche Erzieherin und mancher Erzieher einen weiten Weg zurücklegen, bevor es dann endlich klappt mit dem „runterkommen“...

Der Hintergrund: In Kitas sind oftmals keine Rückzugsmöglichkeiten wie z.B. ein ausreichend großes und entsprechend ausgestattetes Mitarbeiterzimmer vorhanden, der Kinderlärm lässt sich selbst in den Pausen nicht „ausblenden“, die Mittagspausen werden gern mal unterbrochen oder es wird sogar durchgearbeitet, weil KollegInnen fehlen. Auch nach Dienstschluss fällt es vielen ErzieherInnen schwer, von der Arbeit „abzuschalten“: Unerledigte Schreibarbeit oder die Vorbereitung pädagogischer Angebote wird in Ermangelung entsprechender Verfügungszeiten häufig zu Hause erledigt, die Versorgung der eigenen Kinder, das eigene Familienleben oder die Erledigung des Haushaltes tragen auch nicht unbedingt zur Entspannung und Erholung bei. Und manch einer wird noch im Schlaf über die ungelösten Probleme der Kinder und des Kita-Alltags grübeln.

Früher oder später kann dieses Verhalten zu gesundheitlichen Schädigungen bis hin zu Erschöpfungszuständen der ErzieherInnen führen.

Arbeitsmediziner empfehlen zur Vermeidung von Burnout-Zuständen neben grundlegenden strukturellen Veränderungen auch verhaltenspräventive Lösungen wie z.B. das Erlernen von Entspannungstechniken. Diese Angebote und Übungen zur Entspannung und Stressbewältigung sollten primär so konzipiert sein, dass sie ohne größeren Aufwand in den Alltag und auch in die betriebliche Situation von Kindertagesstätten integriert werden können.

Im Rahmen dieses Seminartages lernen die Teilnehmenden (kleine) praktische Übungen und Strategien kennen, die unmittelbar erlebbares Wohlbefinden ermöglichen und langfristig ihrem Organismus helfen, sich von der Daueranspannung zu befreien.

Ziel dieses Seminars ist es, einen kleinen Überblick zu geben, aus welchen Kraft- und Energiequellen geschöpft werden kann und welche Entspannungsprinzipien sich insbesondere für die Umsetzung im Kita-Alltag eignen. Es werden unterschiedliche Varianten der Kurzentspannung / Energiegewinnung im Alltag exemplarisch vorgestellt und erprobt, wie z.B.

  • Wahrnehmung und Konzentration (z.B. „Achtsamkeit“ auf Körper, Atmung)
  • Kontrasterleben von Anspannung und Entspannung (z.B. Progressive Muskelentspannung, Yoga)
  • Lockerung (z.B. Schütteln, Vibrieren, Abklopfen)
  • Ruhe in Bewegung (z.B. Strecken und Dehnen, Yoga, Gehmeditation, Rhythmusübungen)
  • Atmung vertiefen, mit der Atmung Spannung abbauen (z.B. Atemübungen, Atemmeditation)
  • Strom der Alltagsgedanken unterbrechen (z.B. Imagination, Konzentrationsübungen)
  • Autosuggestive Kraft von Gedanken und Vorstellungen (z.B. Positives Denken, Fantasiereisen)


Haltung – Können – Wissen

Haltung – Können – Wissen

Ein Selbsterfahrungs- und Reflexionskurs

In dieser Fortbildung sollen Wege und Strategien aufgezeigt bzw. gemeinsam erarbeitet werden, mit denen das Verhältnis zwischen Pädagogen, Kindern u. Jugendlichen, Eltern und Kollegen verändert werden kann.

 
Zentrale Fragen sind dabei:

  • Wie können Pädagogen mit den veränderten Anforderungen an ihre Arbeit umgehen?
  • Was brauchen wir an neuen Strukturen und Arbeitsweisen, um mit diesen veränderten Anforderungen als Team gut umzugehen?
  • Wie können Pädagogen Eltern die notwendige Unterstützung und Wertschätzung für deren Erziehungsarbeit geben?
  • Wie kann der Kontakt zu Eltern besser gestaltet werden?

 

Gemeinsam geht es darum, die eigenen Stärken zu entdecken und zu fördern, jede/r Pädagogin / Pädagoge hat hier wertwolle Erfahrungen weiter zu geben. In lockerer Atmosphäre finden die Kursteilnehmer gemeinsam heraus, welche Wege und Strategien zu einer gelungenen Erziehung der Kinder und zu einem guten Arbeitsklima führen.

 

Ziele der Fortbildung:

  •    Selbsterfahrung auf professioneller und persönlicher Ebene
  •    Stärken bei Kindern, Eltern, Kollegen und sich selbst erkennen und stärken
  •    Empowerment
  •    Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung und Professionalität
  •    Bewusstmachen zentraler Werte und Ziele für die Päd. Arbeit
  •    Austausch

 

Die Fortbildung besteht i.d.R. aus 10 Einheiten zu je 3 Std. und wird in Doppeldozentur angeboten

Qualifizierung zum/zur Elterntrainer/in

Qualifizierung zum/zur Elterntrainer/in

Die Inhalte dieser Weiterbildung sind gekoppelt an die Seminareinheiten des Elternkurses (Angebote für Eltern).

Die theoretischen und methodischen Grundlagen werden in Blöcken vermittelt. In jeweils einem Block werden thematisch 2 Einheiten des Kurses bearbeitet. Ergänzende Abende dienen zur Einübung verschiedener Vorgehensweisen in der Gruppenarbeit. Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Weiterbildung sind eine pädagogische Vorbildung und Erfahrungen in dem Bereich der Gruppen-/Familienarbeit. Die Weiterbildung ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Kenntnisse zu vertiefen, Methoden für die Elternarbeit kennen zu lernen und auszuprobieren und die eigene Haltung zu den verschiedenen Themen zu reflektieren.

 
Die Fortbildung umfasst ca. 100 Unterrichtsstunden und wird in Doppeldozentur angeboten.

Workshops
Gerne bieten wir für Ihr Team einen individuellen Workshop zu einem für Sie interessanten/aktuellen Thema an.
 
Beispiele:

  • Aus dem Stress in die Balance
Ständige Einsatzbereitschaft und hohe Flexibilität - das sind Erwartungen, mit denen pädagogische Fachkräfte Tag für Tag konfrontiert werden. Dazu kommen eine Fülle von Aufgaben und Hektik in der Einrichtung. Das ist dauerhaft belastend und führt nicht selten zu einer Überforderung.

Ziel des Workshops ist es, u. a. im Austausch Handlungsalternativen zu entwickeln, wie jede/r persönlich dem Stress im Berufsalltag wirksam begegnen kann und wie der eigene Energiehaushalt wieder ins Gleichgewicht kommen kann, damit die Zufriedenheit und Freude am Beruf erhalten bleiben. 


  • Kommunikation im Team
Teamgeist und Kollegialität geben jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter der Einrichtung einen starken Rückhalt und sind somit eine wichtige Basis für die tägliche Arbeit. Ein positives Betriebsklima und gegenseitige Unterstützung der Teammitglieder untereinander tragen zur Zufriedenheit bei. Wenn es jedoch im Kollegenkreis unterschiedliche Wertvorstellungen und Ziele gibt, kann das ein hoher Stressfaktor und sehr belastend sein und wirkt sich direkt auf die Arbeit aus.

Ziel dieses Workshops ist es, gemeinsame Grundlagen zu erarbeiten, um das positive Klima in der Einrichtung zu erhalten bzw. zu fördern.


  • Kommunikation mit Eltern
Das grundlegende Wissen um eine ausgewogenen Balance von Fördern und Fordern in geeigneter Form an die Eltern weiterzugeben, ist eine wichtige Aufgabe der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies gelingt besonders gut, wenn eine wertschätzende Beziehung zu den Eltern aufgebaut werden kann.

Ziel des Workshops ist es, die Möglichkeiten von lösungs- und ressourcenorientierten Elterngesprächen zu erkennen und zu erlernen.
 

  • Entspannt von Kopf bis Fuß
Der Tagesablauf in einer pädagogischen Einrichtung ist sehr ausgefüllt, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen, allem und allen gerecht zu werden und überall ganz präsent zu sein. Doch wer stetig angespannt ist, kann damit seiner Gesundheit schaden.

Ziel dieses Workshops ist es, ein angenehmes Gefühl von Anspannung und Entspannung zu erleben, aber auch einfach nur zu genießen. Weiterhin werden kurze Entspannungübungen erlernt, die im (beruflichen) Alltag leicht zwischendurch eingebaut werden können.


  • Gemeinsam mit Kindern entspannen
Kinder benötigen, ebenso wie Erwachsene, ausreichend Ruhezeiten, um Kraft zu tanken. Ohne Entspannungsphasen können Kinder all die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen kaum in verwertbares Wissen umwandeln. Hinzu kommt, dass gerade in den Jahren vor der Einschulung die Weichen dafür gestellt werden, wie stressresistent die Kinder später als Erwachsene sind. 

Ziel dieses Workshops ist es, Hintergrundinformationen zum Thema Entspannung mit Kindern zu erhalten, der Schwerpunkt wird aber in der praktischen Anwendung von Entspannungsspielen und -übungen liegen.